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Wann verdoppelt sich mein Geld? (Rechner)

Geld auf dem Konto wächst mit Zinseszins, sodass jedes Jahr mehr dazukommt als das vorherige. Bei 6 % pro Jahr werden aus 4.000 € nach etwa 11,9 Jahren 8.000 €. Das lässt sich im Kopf mit der 72er-Regel schätzen: Die Zahl 72 wird durch den Zinssatz in Prozent geteilt, 72:6 = 12 Jahre. Die Schätzung ist überraschend gut.

Genauso funktioniert es umgekehrt. Bei 6 % Inflation verliert Geld ebenfalls in etwa 12 Jahren die Hälfte seines Wertes.

Der Rechner rechnet mit Zinsen, die einmal jährlich gutgeschrieben werden.

Die 72er-Regel weicht vom genauen Ergebnis um 0,9 % ab.

So wird gerechnet

Die genaue Dauer und die Schätzung mit der 72er-Regel geben die Formeln

n=ln⁡2ln⁡(1+p100)n≈72p

Dabei ist p der jährliche Zinssatz in Prozent und n die Anzahl der Jahre.

Nach n Jahren wird die Einlage mit 1,06n multipliziert. Wir wollen, dass daraus zwei wird:

1,06n=2

Wir logarithmieren die Gleichung und dividieren:

n=ln⁡2ln⁡1,06=0,69310,0583≈11,9

Die 72er-Regel ergibt 12 Jahre, also nicht einmal eineinhalb Monate mehr. Sie funktioniert, weil für kleine Zinssätze ln(1 + x) fast genau x ist und 100 · ln 2 ≈ 69,3. Statt 69 nimmt man 72, weil es durch 2, 3, 4, 6, 8, 9 und 12 teilbar ist und außerdem den Fehler bei üblichen Zinssätzen um 8 % etwas ausgleicht. Bei sehr niedrigen oder sehr hohen Zinssätzen wird die Regel allerdings ungenau: Bei 1 % liegt sie um etwa 3 % daneben, bei 30 % schon um 9 %.

Kapitel: Zinseszins, Rate für Kredit und Hypothek, Monatlicher und effektiver Zinssatz, Wann verdoppelt sich mein Geld?, Marge und Aufschlag